Seeling Verlag

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Stefan Kiesbye
Nebenan ein Mädchen

ISBN 13: 978-3-938973-09-7
112 Seiten, 14 x 21 cm
Broschur
Preis: 10,80 Euro (D)

Leseprobe


Vier Monate in Folge auf der KrimiWelt-Bestenliste!!!!

Platz 7 auf der KrimiWelt-Bestenliste im April 2009

Platz 3 auf der KrimiWelt-Bestenliste im März 2009

Platz 5 auf der KrimiWelt-Bestenliste im Februar 2009

Platz 7 auf der KrimiWelt-Bestenliste im Januar 2009

Krimi des Monats Januar '09 beim Funkhaus Europa

Dunkle Geheimnisse hinter der Fassade einer norddeutschen Kleinstadt

Wedersen ist eine kleine, ruhige Industriestadt in Norddeutschland. Doch die Fassade friedlicher Betriebsamkeit und kleinbürgerlicher Wohlanständigkeit kann die dunklen Geheimnisse, die unter der Oberfläche lauern, nicht verbergen.

In einer Landschaft, die noch deutlich von den Spuren des Zweiten Weltkriegs gezeichnet ist, machen Moritz und seine Freunde eine gefährliche Entdeckung, die sie in eine Welt aus Erpressung und Gewalt und letztlich in eine Folge von Ereignissen führt, die ihre Freundschaft und sie selbst für immer verändern wird.


Der Autor
Stefan Kiesbye wurde an der Ostseeküste geboren und wuchs in Schleswig-Holstein und Niedersachsen auf. Mitte der 1980er zog er nach Berlin und studierte Schauspiel und arbeitete beim Rundfunk, bevor er sich für Amerikanistik, Englisch und Vergleichende Literaturwissenschaften an der FU einschrieb. Ein DAAD-Stipendium führte ihn nach Buffalo, New York, wo er mit dem Magister in American Studies abschloss. 1999 erhielt er ein Colby Fellowship des Creative Writing Programms der University of Michigan. Im Jahre 2001 machte er dort den Master of Fine Arts. Er arbeitet u.a. als Herausgeber/Redakteur für Sachbücher und als Arts-Editor der Literaturzeitschrift "Absinthe: New European Writing". Er ist verheiratet und lebt mit seiner Frau Sanaz in Los Angeles.


Pressestimmen
Nach Platz 7 im Januar und Platz 5 im Februar hat die Jury der KrimiWelt-Bestenliste »Nebenan ein Mädchen« im März '09 auf Platz 3 der 10 besten Krimis des Monats gewählt!!!!
»Phänomenales Debüt, starker Text«

Ebenfalls aus den USA kommt die sehr harte, sehr kalt erzählte Geschichte »Nebenan an ein Mädchen« gewissermaßen zurück über den großen Teich. ... Es ist die Geschichte einer Jungenbande, deren Helden Außenseiter sind: sozial vom untersten Ende, aber strebsam und robust wie der junge Schröder. Moritz, der Ich-Erzähler, sondiert die deutsche Nachkriegswelt Mitte der achtziger Jahre, die in diesem Fall viel weiter ins Archaische zurückreicht. Ein Mädchen vegetiert seit Jahren als Gefangene, wird von den Jungen befreit und weiter als Gefangene gehalten. Geheim in einem alten Wehrmachtsbunker. Doch im Dorf und unter Jugendlichen bleibt nichts geheim, nur manches unter dem Deckel - und so endet diese coming-of-age-Story so gewalttätig, wie die Eltern und Großeltern dieser Kinder ebenfalls waren.
Tobias Gohlis, KrimiWelt-Bestenliste Januar 2009

"Nebenan ein Mädchen" birgt dieselbe Abgründigkeit, die auch "Tannöd" von Andrea Maria Schenkel zum Mega-Bestseller gemacht hat: Ein illusionsloser Blick in den Abgrund der deutschen Seele. Nur, dass diese Geschichte viel näher dran ist an unserer Gegenwart. Gruselig. Und extrem komprimiert. Verdammt gut geschrieben, nüchtern und mit Sinn für kühle Effekte. Garantiert kein Jugendroman, schon gar kein klassischer Krimi. Eine Kriminalgeschichte, unerbittlich, packend, auf den Punkt. Eine echte Entdeckung.
Ulrich Noller/Buchtipp Funkhaus Europa

Das ist intensiv und handwerklich perfekt verfasst ... Das Etikett “Kriminalliteratur“ will hier nicht so ganz passen. Das sollte aber niemanden davon abhalten, dieses intensive und grandios geschriebene Stück Literatur zu lesen. Kiesbye zeigt sich als ein stilistisch talentierter Autor, der das ökonomische Erzählen, das Einfangen von Stimmungen mit wenigen Worten hervorragend und vortrefflich beherrscht. Ein schwarz glänzender Text mit einem existenziellen Grundtenor, der jenseits der Etiketten von “Krimi“ und “Noir“ angesiedelt ist, und der auf 110 Seiten mehr erzählt also so mancher 500-Seiten-Schmöker.
www.krimiblog.de

Was für ein Buch. Man schlägt es zu, während die Augen noch lange auf einem Fleck im Zimmer hängen bleiben, ohne ihn zu identifizieren. Man hängt der Geschichte nach, das eben Gelesene hat einen erschlagen.
Atemlosigkeit ist es, die einen nach Atem schlucken lässt. Man hat die Luft einfach zu lange angehalten. Da kann man froh sein, nicht einfach tot vom Sofa gekippt zu sein. Am liebsten würde man mit jemanden über das Buch sprechen. Geht nicht. Neben der Atemlosigkeit hat einen auch noch die Sprachlosigkeit gefangen.
Die Filme des Österreichers Michael Haneke haben eine ähnliche Wirkung wie der Roman des in Los Angeles lebenden Autoren Stefan Kiesbye. Der hatte »Nebenan ein Mädchen« bereits 2004 in den USA veröffentlicht. Nun liegt uns seine eigene Übersetzung vor. Und das ist gut so, denn sonst wäre uns ein gewaltig großes Buch entgangen.
www.GlanzundElend.de


Stimmen zur amerikanischen Ausgabe
Dies ist Stefan Kiesbyes brillantes Debüt. Ein Buch, so ruhig und doch so unerträglich kraftvoll, dass man sich ein wenig darüber wundern muss. Der Schauplatz ist archaisch, fremd, feindselig und kleinbürgerlich. Den Hintergrund bildet ein Ort, der noch die Verheerungen des Krieges trägt, ein Ort, an dem die Gesellschaft nicht zusammenhält, keine Ideale und Werte weitergibt, Begriffe wie Recht und Unrecht aufgibt.
In klarer, deutlicher Sprache liest sich das Buch wie die wahrste aller wahren Kriminalgeschichten. Ihr Protagonist ist der sich erinnernde Jedermann, der abgrundtief leidet und im Gegenzug die schwerwiegendste aller Taten begeht. Er erzählt lebendig, einfühlsam und voll dunklem Humor. Er bittet nicht um Verständnis, denn er weiß, dass man vielleicht nicht versteht, was geschieht, und er bittet nicht um Vergebung, denn er weiß, man kann solch schreckliche Handlungen nicht vergeben.
Aber man begreift diese Ereignisse. Man begreift sie, wie man fallendes Wasser oder umstürzende Felsen begreift. Es passiert und man kann nichts tun, als es zu glauben. Und im hintersten Winkel des Herzens vergibt man, denn was kann man sonst tun?
Robert Olmstead

Der Roman ist eine faszinierende Verknüpfung aus alltäglichem Leben und unterschwelliger Gewalt, und man muss Stefan Kiesbye für seine ruhige, flüssige Erzählung loben, für diese Mischung aus dem Schrecklichen und dem Banalen.
Charles Baxter

Kiesbyes dunkle Vision ist mit großem erzählerischem Geschick und Elan geschrieben.
Peter Ho Davies            

Dieses kurze, heftige Buch beschwört eine Welt, in der alles Präses und jeder gefährdet ist. Stefan Kiesbye lädt uns zu einer Reise durch etwas ein, was der Hölle sehr nahe kommt.
Nicholas Delbanco

Stefan Kiesbyes Buch ist der dichteste und dunkelste Roman, den ich je gelesen habe.
Jeff Parker

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